Naturschutz und Landschaftspflege


Der Kiesabbau,durch den die Teiche zwischen Felsberg und Altenburg entstanden sind hatte Flächen hinterlassen, die nichts mit einer natürlichen Umgebung zu tun hatten. Weder für Vögel noch für andere Kleintiere bestand ein geeigneter Lebensraum.

Von Mitte der sechziger Jahre bis in die siebziger wurden neben der Anlage von Wegen, mehrere tausend Bäume gepflanzt, leider nach den damaligen Vorgaben in Teilbereichen ein zu hoher Anteil Kiefern. Aber auch Erlen, Weiden, Eschen, Buchen und Eichen wurden gesetzt. Heute hat sich ein natürlicher Bestand entwickelt mit einzelnen großen Bäumen, dichtem Unterholz, völlig naturbelassenen kleinen Abschnitten, idealer Lebensraum für viele Arten.

Heute besteht der Hauptaufwand darin, den Baumbestand zu pflegen, Windbruch zu beseitigen und den Pflanzenwuchs zu kontrollieren, um auch den Erlebniswert für Erholungssuchende sicherzustellen. 500 - 800 Arbeitsstunden fallen allein hierfür jährlich an. Dutzende von Nistkästen wurden im gesamten Teichgelände aufgehängt, die jährlich vor der Brutzeit auch kontrolliert und gereinigt werden.

Im Bereich der Schwalm wurde bereits 1982 und 1984 begonnen, nach langen Bemühungen um behördliche Genehmigungen, durch Anpflanzung von rd. 200 Büschen und Bäumen, wie Silberweiden, Purpurweiden, Wasserschneeball, Traubenkirschen, Eschen, Schwarzerlen, Eichen und Schwarzpappeln, die nach der Begradigung in den 30er Jahren kahlen Ufer wieder aufzuforsten.

Im Bereich der Ederufer war trotz der Uferbefestigungen und des Kahlschlages mit Hilfe der Angler wieder eine natürliche Vegetation entstanden. Hier galt es, den Sünden des Wasserbaus entgegenzuwirken. Der Einbau von Buhnen zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit unterhalb der Einmündung des Speckenbaches und deren Bepflanzung mit Erlen erforderte Jahre für das Genehmigungsverfahren und viele Arbeitsstunden.

Viel Einsatz und Überzeugungskraft erforderte es auch seit Anfang der achtziger Jahre, die Wasserwirtschaftsverwaltung davon abzuhalten, ins Wasser gestürzte Bäume zu entfernen und bei Hochwassern neu entstandene Kiesbänke auszubaggern.

Versuche über zwanzig Jahre, einen Teil eines Schwalmaltarmes wieder an die Schwalm anzuschliessen, blieben zwar im Verwaltungsapparat hängen; eine wesentlich größere Maßnahme, Anlage eines neuen Parallelarmes als Ruhezone und Laichgebiet, konnte vorangebracht werden und steht kurz vor der Realisierung.

Seit über 25 Jahren hat der Verein es sich zur Aufgabe gemacht, die Hinterlassenschaften unserer Wohlstandsgesellschaft von den Gewässern und den Uferbereichen zu beseitigen. Seit mehreren Jahren Laufen diese Aktionen "Saubere Landschaft" unter der Regie der Vereinsgemeinschaften und finden im gesamten Gebiet von Felsberg statt.

Wenngleich die Müllmengen leicht zurückgegangen sind, sind es immer noch zu viele Mitbürger, die ihren Müll in der Natur entsorgen. Von den Verpackungen der Fast-Food-Ketten, die achtlos aus dem Auto geworfen werden, wilden Müllkippen und Deponien von Gartenabfällen, die hinter Kleingärten am Flußufer gepflegt werden, bis zu Säcken mit Hausmüll, die schnell im Teichgelände oder am Waldrand entsorgt werden, hier muss sich noch viel im Bewusstsein verändern. Leider werden auch einige Angler ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht.

Dieser praktizierte Natur- und Landschaftsschutz hat aber auch schon viele Erfolge gebracht.

Eisvogel, Wasseramsel, Haubentaucher, Nachtigall und viele andere Vogelarten haben neuen Lebensraum gefunden und brüten mit gutem Erfolg; in guter Nachbarschaft mit den Anglern, aber auch wohlbehütet von Ihnen vor allzu vielen Störungen.

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